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Rückbau der Bohrschlammgrube Erika


Im Oktober 2015 hat die heutige ENGIE E&P Deutschland GmbH mit den Arbeiten für den Rückbau der Bohrschlammgrube Erika in der Gemeinde Geeste begonnen. Ein Vorgängerunternehmen der ENGIE-Tochtergesellschaft hat die Bohrschlammgrube in den 1950er Jahren errichtet und 1980 stillgelegt. Bis dahin wurden vor Ort vor allem Bohrrückstände sowie Bohrspülung eingelagert, die bei der Öl- und Erdgasförderung anfallen.



Bohrspülung wird verwendet, um während der Bohrphase Stabilität im Inneren der Bohrung zu erzeugen. Zu den Inhaltsstoffen der Schlammgrube zählen ölhaltige Tone und Sande sowie Bauschutt und Böden. In Bohrschlammgruben können in geringeren Mengen auch Salze, Stärke, Kreide, Schwerspat oder Polymere enthalten sein. Analysen ergaben, dass die Belastungen der Inhaltsstoffe mit Quecksilber und Arsen unterhalb der Zuordnungswerte für eine Deponie der Klassen 0 bzw. I. liegen. Eine Untersuchung auf Radioaktivität wurde vor Beginn der Baumaßnahme vorgenommen und wird baubegleitend fortgeführt. Die bisherigen Untersuchungen ergaben keinen anzeigenswerten Befund. Im Jahr 1981 wurde die Schlammgrube abgedeckt und rekultiviert. Auf dem Erdreich über der Abdeckfolie hat sich eine Naturwiese gebildet.

Das Projekt

Vor Beginn der eigentlichen Aushubarbeiten wurde im Herbst 2015 zunächst mit der Errichtung der Baustelle begonnen. In diesem Zusammenhang hat ENGIE die gesamte Geester Straße „Am Wasserwerk“ erneuert. Über diese Zuwegung fahren nun täglich bis zu 30 LKWs zur und von der Baustelle an der Autobahn A31. Ein Spezialunternehmen räumt die Schlammgrube vollständig aus und übernimmt die fachgerechte Entsorgung der Schlämme. Im Anschluss wird die so entstehende, gegenüber dem umliegenden Geländeniveau, etwa zwei Meter tiefe Grube, mit zertifiziertem Sand verfüllt und mit kulturfähigem Mutterboden überdeckt. Die Aushubarbeiten, die Entsorgung mittels elektronischem Abfallnachweisverfahren (eANV) als auch die Rekultivierung des Standortes der ehemaligen Bohrschlammgrube Erika finden unter fortwährender gutachterlicher Begleitung eines anerkannten Ingenieurbüros statt. Weiterhin steht ENGIE im ständigen Kontakt mit den zuständigen Behörden. Die Arbeiten zur Herstellung des Standortes als landwirtschaftliche Nutzfläche nehmen mehr als zwei Jahre in Anspruch. Insgesamt werden mehr als 100.000 Kubikmeter an Material abgetragen (Inhaltsstoffe und Abdeckmaterialien). Die Rückbaukosten liegen bei mehreren Millionen Euro. Spezialisten führen die Arbeiten an Wochentagen zwischen 7 Uhr und 20 Uhr durch.

Rückbau: Sicherheit  & Umweltschutz

ENGIE E&P Deutschland ist für den Rückbau und die Wiedernutzbarmachung der für den Bergbau in Anspruch genommenen Grundstücksflächen verantwortlich. Dieser Rückbauverantwortung kommt das Unternehmen auch im Falle der Bohrschlammgrube Erika nach. So hat ENGIE vor Beginn der Arbeiten einen Abschlussbetriebsplan mit einem Durchführungskonzept erstellt, in dem sämtliche Belange der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes berücksichtigt wurden. Das zuständige Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat diesen Abschlussbetriebsplan genehmigt.

Eine auf den Rückbau von ehemaligen Betriebsstätten spezialisierte ENGIE-Abteilung führt dieses Rückbauprojekt durch.

Tägliche Laboruntersuchungen

Das Team vor Ort separiert den Inhalt der Bohrschlammgrube nach Boden und Bohrschlamm. Eine abfallspezifische Beprobung findet innerhalb von 500 Kubikmeter großer Haufwerke statt. Die Proben von jedem Haufwerk überstellen Spezialisten einem akkreditierten Labor zur Erstellung einer Deklarationsanalyse gemäß Deponieverordnung. Entsprechend dem Ergebnis der Analyse werden die Materialen im Anschluss entsorgt. Weiterhin werden Fremdstoffe wie beispielsweise Bauschutt, Metalle und Holz separiert, beprobt und entsprechend den Analysenergebnissen einer ordnungsgemäßen Entsorgung oder Verwertung zugeführt.

Fragen

Sollten Sie Fragen zum Rückbau der Bohrschlammgrube Erika haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Tel.: 0591-612-888
E-Mail: presse@de-epi.engie.com

Hier finden Sie den Projekt-Flyer.