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Usedom


Seit vielen Jahren besitzt ENGIE E&P Deutschland das Recht zur Erschließung einer Erdgaslagerstätte vor der Küste Usedoms. Das Unternehmen plant nun die Entwicklung dieser Lagerstätte mit einem neuartigen Konzept, das die Interessen der Gemeinden und den Schutz von Umwelt und Natur in besonderem Maße berücksichtigt.



Erdgas an der Ostsee

An der Ostseeküste vor Usedom liegt eine der größten, noch unerschlossenen, Erdgaslagerstätten unseres Landes. Das Vorkommen wurde schon vor über 30 Jahren entdeckt, doch erst heute stehen alle technischen Voraussetzungen zur Verfügung, um diese heimische Ressource im Einklang mit den unterschiedlichen Interessen von Bürgern, Kommunen und des Tourismus sowie des Natur- und Umweltschutzes zu gewinnen.

Die Lagerstätte

An der Küste hat sich, weitgehend unter dem Meer liegend, in 2,6 Kilometern Tiefe über Jahrmillionen hinweg natürliches Erdgas in den porösen Kalksteinen des Perm-Zeitalters angesammelt. Hermetisch abgedichtet durch mächtige Schichtpakete aus Salzgestein konnte sich hier eine bedeutende Lagerstätte entwickeln. 

Erdgas wird gebraucht

Während des Übergangs hin zur Versorgung mit erneuerbaren Energien ist Erdgas ein unverzichtbarer Bestandteil des Energiemix. Weil Erdgas von allen fossilen Energieträgern die geringsten Emissionen produziert, ist es der ideale Begleiter der Energiewende. Aus diesem Grund möchte ENGIE die heimischen Reserven der Lagerstätte nutzbar machen und damit einen Beitrag zur Sicherung der Energieversorgung unseres Landes leisten.

Das Projekt

Die Fortentwicklung der Bohrtechnik macht es uns heute möglich, das unter der Ostsee liegende Reservoir über abgelenkte Bohrungen von einem Betriebsplatz im Landesinneren aus zu erreichen, der abseits der touristischen Zentren gelegen ist. Die mehrfach verrohrten und zementierten Bohrungen (siehe Abbildung) erfüllen unsere hohen deutschen Sicherheitsstandards und schließen jegliche Gefährdung von Mensch, Natur und Grundwässern aus. Aufgrund der geologischen Gegebenheiten ist der Einsatz der Fracking-Technologie nicht erforderlich.

SicherheitssystemeVerrohrung und Zementation














Nach Abschluss der Bohrungen wird am Betriebsplatz eine Anlage zur Produktion und Aufbereitung des Erdgases gebaut. Die Verfahren, die zum Einsatz kommen, sind auf neuestem Stand der Anlagen-, Steuerungs- und Kommunikationstechnik. Die Produktionsanlage wird an das regionale Erdgas-Verteilernetz angeschlossen, über welches das Gas hin zu den Verbrauchern transportiert wird. Sicherheit ist für ENGIE oberstes Gebot, deshalb wird die Gesamtanlage von hochqualifizierten und fortlaufend geschulten Mitarbeitern betrieben und alle Prozessschritte innerhalb der Betriebsanlage von einem speziellen Monitoringsystem überwacht. Die Gasproduktion wird voraussichtlich über 25 Jahre lang zur zuverlässigen Energieversorgung unseres Landes beitragen.

Das Erdgas

Wie jedes Naturprodukt hat auch das Erdgas jeder einzelnen Lagerstätte seine spezifische Zusammensetzung. In der Lagerstätte vor Usedom besteht es aus Methan, höheren Kohlenwasserstoffen, Stickstoff, Kohlendioxid und einem vergleichsweise kleinen Anteil an Schwefelwasserstoff. Dieser wird in einem geschlossenen System vollständig aus dem Gas entfernt und in elementaren Schwefel umgewandelt, der als Grundstoff in der chemischen Industrie verwendet wird.

Mögliche Standorte und weiteres Verfahren

Unter Berücksichtigung sämtlicher Aspekte des Natur-, Umwelt- und Artenschutzes, des Wasser- und Gewässerschutzes sowie der Interessen von Anliegern, Nachbarn und Gemeinden erfolgte die Bewertung von möglichen Standorten für Bohrungen und Produktionsanlagen. ENGIE E&P Deutschland hat im Hinblick auf die Projektrealisierung folgende Standorte intensiv untersucht: die betriebseigene Fläche am Bansiner Schloonsee, ein Ackergelände rund einen Kilometer nordwestlich des Ortes Korswandt und das von der Gemeinde Heringsdorf vorgeschlagene Grundstück an der "alten Russenkaserne" in Ahlbeck. Als Ergebnis dieser Prüfung betrachtet das Unternehmen die Fläche in Korswandt als bevorzugte Alternative.
ENGIE hat am 23. Oktober 2017 die landesplanerische Anfrage für das Raumordnungsverfahren eingereicht. Die zuständige Behörde des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat daraufhin entschieden, dass ein Raumordnungsverfahren erforderlich ist. In diesem Verfahren wird über die Raumverträglichkeit des Vorhabens entschieden. Im Anschluss soll das bergrechtliche Genehmigungsverfahren eingeleitet werden. Aus heutiger Sicht könnte die Gasproduktion dann im Jahre 2022 starten.

Transparenz und Information

Seit Jahrzehnten ist ENGIE mit Betriebsstätten in Mecklenburg-Vorpommern und auf Usedom (Lütow) als Nachbar ansässig.
 
Der Einleitung des Genehmigungsverfahrens ging eine mehrjährige Prüfungs- und Planungsphase voraus. ENGIE führte in diesem Zusammenhang viele Gespräche mit Bürgern, Behörden und politisch Verantwortlichen. Frühzeitig informierte das Unternehmen die Gemeindeversammlungen in Heringsdorf und Korswandt über die Pläne. Zudem fanden 2016 bereits zwei öffentliche Informationsveranstaltungen in Heringsdorf statt. „Wir haben zahlreiche Anregungen und Hinweise, die ENGIE bei diesen Anlässen erhielt, konstruktiv in die Projektplanungen aufgenommen“, sagte Projektleiterin Heike Liebold.
Das Konzept zur Gasförderung auf Usedom hat ENGIE den Bürgerinnen und Bürgern zuletzt am 27. Oktober 2017 im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Zirchow vorgestellt. Die Zusammenfassung der dort präsentierten Poster, gleichzeitig eine allgemeinverständliche Projektübersicht, stehen hier zur Ansicht bereit:

Poster Infomarkt Korswandt

Kontakt

Wir freuen uns, wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen und werden Ihre Fragen zu unserem Projekt sehr gerne beantworten.

Projektleitung: Heike Liebold
E-Mail: Info-usedom@de-epi.engie.com
Tel: +49 591 612 888






Bei Medienanfragen wenden Sie sich bitte an unsere Unternehmenskommunikation.