Home
> Wissenswertes > Bohren > Bohrverfahren

Mehrere Wege führen zum Ziel


Der Weg in die Tiefe zu Öl oder Gas ist nicht leicht. Meißel müssen sich durch viele verschiedene Gesteinsschichten tief in die Erde bohren. Hierbei wirken unter der Erde starker Druck und hohe Temperaturen – eine Herausforderung für das Material. Daher entscheiden sich die Experten je nach den Gegebenheiten der Lagerstätten für unterschiedliche Bohrverfahren.


Blick in den Bohrturm Routirendes Bohrgestänge

Rotary-Verfahren

Unter den verschiedenen Verfahren für Tiefenbohrungen ist das Rotary-Verfahren das verbreitetste. Hierbei wird Übertage eine Drehbewegung erzeugt, die über das Bohrgestänge an den Bohrer übertragen wird. Die Rohre sind rund neun Meter lang und aus extrem solidem Stahl, damit sie den enormen Kräften standhalten können. Bis sie die vorgesehene Tiefe erreichen, werden viele Rohre aneinandergereiht. Besonders der Bohrkopf ist großem Druck ausgesetzt.

Turbinen und Motorbohren

Ein weiteres Bohrverfahren ist das Turbinenbohren oder auch Richtbohren, bei dem der Bohrkopf an einer Turbine angebracht ist. Für die Bewegung sorgt der Bohrschlamm, der mit viel Druck zum Meißel und der Turbine gepumpt wird. Der Vorteil dieses Bohrverfahrens ist, dass die Richtung einer Tiefbohrung beeinflusst werden kann. Die Experten sind nicht nur auf die vertikale Bohrrichtung beschränkt, sondern können auch horizontal bohren. Die Möglichkeit horizontal zu bohren hat viele Vorteile, besonders für den Umwelt- und Naturschutz. Aufgrund der Horizontalbohrtechnologie ist es möglich, an Lagestätten zu gelangen, die weit entfernt vom Bohrplatz sind. So können Bohrplätze in entlegeneren Gebieten gebaut werden, wo sie Natur und Menschen nicht beeinflussen.

Die Verrohrung der Bohrung