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Erdgasförderaktivitäten in Deutschland


Die Hauptvorkommen von Erdgas in Deutschland liegen in den nördlichen Bereichen, so entfallen 95 Prozent der Förderungen auf das Bundesland Niedersachsen. Auch die ENGIE E&P Deutschland GmbH ist bei der Erdgasförderung im Norddeutschen Becken tätig.


Mitarbeiter an einem ErdgasförderkreuzBlick auf Erdgassammelleitungen

Der sichere Weg an die Erdoberfläche

Die Lagerstätten aus denen gefördert wird, befinden sich hauptsächlich in den geologischen Formationen des Zechsteins und des Rotliegenden in Tiefen von 3.000 bis 5.000 Metern. Erdgas besteht zu etwa 90 Prozent aus Methan. Als Lagerstätte gilt ein Vorkommen dann, wenn das Speichervolumen groß genug ist und die Durchlässigkeit des Gesteins eine wirtschaftliche Förderung zulässt. Weist eine Explorationsbohrung diese Eigenschaften auf, so hat sie sich als fündig erwiesen und die Förderung kann beginnen. Hierfür wird in das verrohrte und zementierte Bohrloch ein Steigrohr, das bis zum tiefsten Punkt der Lagerstätte reicht, eingebracht. Damit das Erdgas in dieses Rohr zufließen kann, wird sein unterstes Teilstück einmalig zum Reservoir hin geöffnet. Das Gas strömt aufgrund der Strömungseigenschaften und des hohen Lagerstättendrucks von selbst zum Bohrloch. So können etwa 75 Prozent des Gasinhaltes aus dem Trägergestein gewonnen werden.

Um Erdgas sicher an die Erdoberfläche zu fördern, sind die Produktionsbohrungen mit Schutzsystemen ausgerüstet. Bereits in der Förderstange sind Sicherheitsventile eingebaut. Übertage ist nur das Eruptionskreuz zu sehen. Dies ist mit hydraulischen Absperrschiebern ausgestattet, die jederzeit das Austreten des Gases unterbinden können. Hat das Gas nun seinen Weg bis hierhin geschafft, wird es zum Schutz vor Korrosion getrocknet und in das überregionale Transportsystem aus Förderleitungen eingespeist.

Schematische Darstellung einer Erdgasfördersonde

Erdgas aus tiefliegenden Formationen fördern

Nicht immer lässt sich Erdgas so leicht fördern. Erdgas aus tiefliegenden Formationen, wie dem Rotliegenden oder Karbon, lässt bei gering durchlässigem Gestein oftmals keine wirtschaftliche Förderrate erwarten. Daher versuchen Unternehmen zunehmend, eine Verbesserung bei dieser Art Förderung zu erzielen. Experten gehen davon aus, dass in Deutschland die größten noch unerschlossenen Erdgaspotentiale als sogenanntes Tight Gas in sehr dichtem Gestein liegen. Seine Förderung erfordert großes Know-how und die Anwendung modernster Technologien. Hierzu gehört auch das Hydraulic Fracturing Verfahren. Es zielt darauf ab, die Durchlässigkeit des Gesteins zu erhöhen. Dies soll durch die zusätzliche Schaffung von Fließwegen geschehen. Durch hydraulischen Druck werden künstliche Fließwege geschaffen, die dann mit Spezialsand abgestützt und unter Einsatz von Zusatzstoffen offen gehalten werden.

Die Aktivitäten der ENGIE E&P Deutschland GmbH beschränken sich dabei auf die Tight Gas-Förderung. Die konventionellen Tight Gas Lagerstätten haben eine grundsätzlich andere Beschaffenheit, als solche mit Schiefergas.

Für ausführlichere Informationen zum Hydraulic Fracturing Verfahren besuchen Sie bitte die Seiten des Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG).