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Erdölförderung in Deutschland


Erdöle sind Gemische aus Kohlenstoff- und Wasserstoffverbindungen, die je nach Zusammensetzung leichtflüssige oder schwerflüssige bis feste Substanzen sind. Vorwiegend tritt Erdöl in den Speichergesteinen der Jura- und Kreidezeit auf. An Erdöl werden in Deutschland jährlich rund drei Millionen Tonnen gewonnen.


Mitarbeiter der GDF SUEZ beim Ablesen eines Manometers an einem ErdölförderkreuzMitarbeiter der GDF SUEZ blickt auf Pferdekopf

Drei Arten der Förderung

In der E&P-Industrie wird zwischen primärer, sekundärer und tertiärer Fördermethode unterschieden.

In der Primärphase der Förderung fließt das Öl noch ohne technische Hilfsmittel zum Bohrloch. Durch die stetige Ölentnahme fällt der Druck in der Lagerstätte — immer weniger Öl steigt selbsttätig hoch. Nun muss technisch bei der Förderung nachgeholfen werden. Zu den primären Fördermethoden zählen die Tiefpumpen — erkennbar sind diese an ihrem Antrieb, dem sogenannten Pferdekopf.

Um gute Produktionsbedingungen zu halten, muss nach einiger Zeit auf die sekundäre Förderung zurückgegriffen werden. Hierbei wird zumeist der Lagerstättendruck durch das Zurückführen von Wasser erhöht. Dieses Vorgehen wird Wasserfluten genannt.

Muss der Nutzungsgrad von Erdöllagerstätten weiter erhöht werden, wird auf die tertiären Verfahren zurückgegriffen. Sie verringern die Zähflüssigkeit des Erdöls, damit es besser durch die Poren fließen kann. In Deutschland wird meist das Dampffluten angewandt. Hierbei werden heißer Dampf und Wasser in die Lagerstätte eingebracht. Dies macht das Erdöl fließfähiger und so leichter förderbar.

Schematische Darstellung eines Tiefpumpenantriebs